Auf Tod und Leben

Auf Tod und Leben/ Eine Party, ein junges Paar, ein Streit, eine Heimfahrt mit dem Auto und immer noch Zank, Unfall, Krankenhaus, Lina schwer verletzt, Marc ist von uns gegangen.
Nein!
Lina mag lieber direkte Wörter: „Wir haben ihn nicht verloren. Er ist gestorben.“
Und dann? /

Sicher ist, dass unsere Lebenszeit begrenzt ist. Ob der Tod dann auch ein Ende ist, bleibt offen.
In der modernen Gesellschaft und im Alltag hat der Tod wenig Platz. Im realen Leben wird möglichst woanders gestorben, wie in Krankenhäusern und Hospizen, gerne auch aus dem Sichtfeld des Lebens verbannt. Sterben, Tod und Trauer sind immer noch mit Tabus belegt und die Auseinandersetzung damit beginnt oftmals erst, wenn man in der Familie oder im Freundeskreis davon betroffen ist. Der Tod macht uns Angst, uns fehlen die Worte und vor allen Dingen verändert er das Leben. Aber wie?

DIE THEATERPRODUKTION HOLT DAS THEMA DORTHIN, WO ES HINGEHÖRT, MITTEN INS LEBEN.

Infos:
Der Tod verändert das Leben. Aber wie?
Eine Produktion von Cactus Junges Theater in Kooperation mit dem Jugendtheater-Werkstatt e.V. und dem Jib

Autor: Harald Funke
Ensemble/Rollen: Mareike Fiege: Lina | William Ngala : Hein | Judith Suermann: Petra | Sarah Christine Giese: Claudia / Dr. Glöckler | Carsten Bender: Günther/ Nic | Andy Strietzel: Hubert / Prof. Wessling
Regie: Barbara Kemmler, Alban Renz, Choreografie: Judith Suermann, Raphael Edoror, Dramaturgie: Harald Funke, Bühne: Lisa Weber, Kostüme: Elisa Pelkmann, Regie-Assistenz: Sebastian Grapentin

Gefördert durch: Gewinnausschüttung der Sparkasse Münsterland-Ost der Stadt Münster, mit Mitteln des Ministerpräsidenten des Landes NRW – Ministerium, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien der Stadt Münster, kontinuierliche Förderung durch das Kulturamt Münster
Unterstützt von: Schober-Stiftung, Palliativnetz Münster e.V., andante gGmbH, Soroptimist International, Cibaria, Roadstop GmbH
Dank an: Waldschule Kinderhaus

Was hab ich damit zu tun?
Das Thema Tod und Sterben ist in der modernen Gesellschaft und im Alltag wenig präsent. Statistisch gesehen hat ein Bundesbürger nur alle zehn bis zwanzig Jahre mit einem Todesfall in der Familie und im Freundeskreis zu tun. Ob plötzlich und unerwartet oder eigentlich absehbar, in der Regel ist man nicht auf die Realität des Todes vorbereitet. Erst recht nicht, wenn man in jungen Jahren das Leben noch vor sich hat.
Jeder erfährt im Laufe seines Lebens verschiedene Arten des Verlustes, die Trauer auslösen. Stirbt ein Mensch, hinterlässt er beinahe immer Angehörige und Freunde, die sich fragen, wie sie mit diesem Verlust umgehen und fertig werden sollen.
Der Tod macht Angst, es fehlen die Worte und vor allen Dingen verändert er das Leben. Aber wie?

Das Theaterstück
Auf Tod und Leben ist ein Theaterstück für Jugendliche, das sich mit dem Ende des Lebens auseinandersetzt. Eine Party, ein junges Paar, ein Streit, eine Heimfahrt mit dem Auto und immer noch Zank, Unfall, Krankenhaus, Lina schwer verletzt. Marc ist tot. Und jetzt? Was ist zu tun? Welchen Abschied hätte Marc sich gewünscht. Zur Gestaltung der Todesanzeige und der Trauerfeier gibt es diverse Ideen von Vater Günther und Gattin Petra. Onkel Hubert und seine Frau Claudia mischen auch mit, schließlich sind noch Nic, der beste Freund des Verstorbenen und der junge Hein mit im Boot. Für Lina ist der Himmel zumindest eine schöne Vorstellung. Wenn es wirklich ein freundlicher Ort ist …

Alles nur Theater?
Mittels des Mediums Theater soll an eine angstfreie Auseinandersetzung mit dem gesellschaftlich weitgehend tabuisierten Thema „Tod“ herangeführt werden. Das Kernthema wird durch das Stück dorthin getragen, wo es meistens wenig Platz hat, ins Leben. Empfohlen für SchülerInnen ab der 8. Klasse bietet es jungen Menschen die Möglichkeit, sich mit verschiedenen Sichtweisen und Fragestellungen dazu, vertraut zu machen. Das Stück wurde auf der Basis von Gesprächen mit SchülerInnen der Cactus-Partnerschulen (Waldschule Kinderhaus, Geistschule, Annette von Droste-Hülshoff Gymnasium, Anne-Frank-Berufskolleg) und Workshopmaterialien von einem professionellen Team entwickelt und vom Autor Harald Funke geschrieben. Gespielt wird „Auf Tod und Leben“ von sechs SchauspielerInnen/ TheaterpädagogInnen  aus dem Cactus Junges Theater-Pool. Im Anschluss an die Aufführung wird eine theaterpädagogische Nachbereitung für die teilnehmenden Schulklassen angeboten.

Theater und mehr!
Im „Auf Tod und Leben – Paket“ sind zwei Angebote zur Nach- und Aufbereitung enthalten:
1. Ein moderiertes und szenisches Publikumsgespräch nach der Vorstellung, das sowohl den Hintergrund zum Stück beleuchtet, Fragen beantwortet oder aufwirft und interaktive Impulse setzt, da die ZuschauerInnen, in nochmals „nachgespielten“ Szenen, selbst die Regie übernehmen dürfen.
oder
2. Vier Workshops (jeweils ca. 45 Min.) für jeweils 20 SchülerInnen, in denen die Cactus-Ensemble-Profis mittels theaterpädagogischer Übungen und Improvisationen die Jugendlichen zu einer aktiven Auseinandersetzung mit dem Thema anregen.
(Voraussetzung: 4 freigeräumte Klassenräume für die Workshops)

Preise für „Auf Tod und Leben“, das Theaterstück als auch die begleitenden Angebote auf Anfrage.
Ort: Auf Tod und Leben kommt in die Schule und andere Einrichtungen
Spieldauer: ca. 1 Stunde
Bühne / Techn. Voraussetzungen: siehe Infoblatt
Zuschauerzahl: bis zu 170 SchülerInnen, je nach räumlichen Verhältnissen

Auf Tod und Leben – Leporello

Ansprechpartner / Kontakt / Booking:
Cactus Junges Theater, c/o Carsten Bender, Hoppengarten 22, 48147 Münster
Tel.: 0251-1621534, Fax: 0251-1621533
carsten-bender[at]cactus-theater.de