Cactus Sommer 2015

Das „Würdejahr“ findet im Cactus-Sommer mit dencactus sommer Wiederaufnahmen von Expedition Würde und extremities im Juni seinen Abschluss! Wir freuen uns auf Sie / Euch:

Expedition Würde
DI 16.06. | MI 17.06. | DO 18.06.2015 jeweils 20.00 Uhr
Schulvorstellung: MI 17.00 Uhr – 11.00 Uhr

extremities
DO 25.06. | FR 26.06. | SA 27.06. | SO 28.06. jeweils 20.00 Uhr

Ort: Theater im Pumpenhaus, Gartenstr. 123, 48147 Münster
Kartenreservierung: unter Tel. 0251-233443 oder www.pumpenhaus.de
Preis: 12,- Euro / erm. 7,- Euro
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Hätte, könnte, sollte, WÜRDE – ist kein Konjunktiv!
Cactus Junges Theater hat für das Jahr 2014 – 2015 das Oberthema „Würde / Menschenwürde“ gewählt. So sind 4 Theaterproduktionen entstanden, „Im Quadrat“ / „Im Westen nichts Neues“ / „Expedition Würde“ / „Extremities“, die sich auf sehr unterschiedliche Weise mit Fragestellungen zu diesem Begriff auseinandergesetzt haben.

Wir bedanken uns herzlich bei unserem Publikum und besonders bei denen, die beim Theaterbesuch spontan die Frage „Was verbinden Sie / was verbindest Du mit Würde?“ beantwortet haben:
Achtung, Respekt, Unversehrtheit, Freiheit, Menschenrechte, Partizipation, Hilfe, Mitbestimmung, streiten, peinliche Dinge tun, Menschen, Grundrecht, würdevoll sterben, Anstand, alte Menschen, Begegnungen auf Augenhöhe, Toleranz, Vielfalt, Offenheit, guter Umgang, der innere Wert des Menschen, Gedichte, Königshäuser, Art. 1 GG, Menschlichkeit, Empathie, unantastbar, universell, Achtung vor Lebewesen, Achtung vor sich selbst, Ehrlichkeit, Nächstenliebe, mit Würde wird man geboren / man kann sie nicht verlieren, Kriegsgefangenschaft, Sterbehilfe, Gleichheit, Wert, Todesstrafe, Menschenrecht ist angeboren, Humanität, Stolz, verletzen, würdevoll, Wertschätzung, Größe, Liebe, Selbstbestimmung, Wohlwollen, Anerkennung, Sicherheit, Putzfrau, Tod, Krankheit, Flüchtling, Armut, Aufmerksamkeit, 1/0, Dienst am Anderen, Hilfe für Schwächere, fröhliches Ertragen von Unrecht, Machtlosigkeit, Selbstbeschränkung, Klarheit im Denken und Empfinden, Akzeptanz anderer Ansichten, keine Diskreminierung, Gerechtigkeit, Wärme, Wasser, Essen, Gemeinschaft, jemanden nicht entblößen, nein alle haben ihre Berechtigung und sind für die Gesellschaft gleich wichtig, Fairness, leider keine Zeit mehr, es hat geklingelt, Grundgesetz, Fürsorge, Kinder, ohne Vorleistung, Konjunktiv – Substantiv!, Folterungen, Verfolgung aufgrund der Religion oder Hautfarbe, Lebensqualität, Folterverbot, etwas würdevoll tun – z.B.: leben, sterben, etc., untilgbar, unteilbar, den Rechtsstaat konstituierend, allumfassend, Polizeigewalt, möglicherweise, Unverletzlichkeit, Sportumkleide …

Expedition Würde099

Hätte, könnte, sollte, WÜRDE – ist kein Konjunktiv! Behaupten wir. Und an diesem Abend gibt es kein Theaterstück im klassischen Sinne. Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen und diesmal hoch zehn. Regisseurin Barbara Kemmler war mit ihrem interkulturellen Ensemble auf Expedition ins Ungewisse. Nun werden Fundstücke und Geschichten ausgepackt. Dabei sind Steine, die der Würde am Hals baumeln, eine ratternde Nähmaschine, ein abgedrehter Chor der Kundendienst-Geschädigten, eine Hymne an die Macht der Möglichkeiten, versetzt mit Rap. Und szenische Strophen, die fragen, ob sich die Würde wiederherstellen lässt zwischen Täter und Opfer oder bleibt doch immer der Blues? Und wen kümmert schon die Würde der Textilsklaven, wenn die preisgünstige Jeans uns passt. Unter der Würde wohnt das miserable Benehmen und über die Würde geht ja wohl gar nichts. Kann sich jemand erlauben, an der Würde zu kratzen oder wie verbrieft ist das Gesetz, dass sie unantastbar ist? Die Inszenierung versucht durch Worte, Musik und Tanz einen Crazy Quilt zu gestalten, der einen Blick auf die Komplexität des Begriffs riskiert.

Regie: Barbara Kemmler | Dramaturgie/Skriptbeiträge: Petra Kindler | Choreografie: Gotta Depri | Bühne/ Kostüme: Jaqueline Schienbein | Technik: N.N. | Musik: Gotta Depri, Alban Renz, Detlef Piepke | Regieassistenz: Jakob Töbelmann, Daniel Strotmann | Sprechunterricht: Sarah Christine Giese | Assistenz: Kalle Neubert

Es spielen: Anthony Ngala, Yaya Touray, Cansel Gülyaprak, Alain Kappel, Carine Evindi Jengoue, Charlotte Vogel, Tefik Tahirovic, Juliette Nkometa, Ni Jiayu, Jakob Jung

Eine Produktion von Cactus Junges Theater in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus, in Kooperation mit dem Jugendtheater-Werkstatt e.V. und dem Jib
Gefördert von: kontinuierliche Förderung durch das Kulturamt der Stadt Münster, durch die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW, durch die BAG Spiel & Theater aus Mitteln des BMFSFJ, Amt für Kinder, Jugendliche und Familien Stadt Münster, Dezernat für Migration und Interkulturelle Angelegenheiten der Stadt Münster
unterstützt von: andante gGmbH, Soroptimist International, Cibaria, Roadstop GmbH, mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Münsterland-Ost
Gebärdensprachdolmetscher: unterstützt durch die AKTION MENSCH
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extremitiesExtemities

– BIS ZUM ÄUSSERSTEN –
von William Mastrosimone (Übersetzung: Peter Jacobi)
Aufführungsrechte beim S.Fischer Verlag, Frankfurt am Main

„Hilf mir, ihn verschwinden zu lassen. Es ist einfach. Er oder wir? Wähle!“
Ein Thriller, rüder Realismus, vier einprägsame Rollen, melodramatisch. Die deutsche Fassung des Theaterstücks und späteren Filmdramas „Extremities“ des amerikanischen Autors William Mastrosimone thematisiert die Geschichte einer Vergewaltigung. Oder des Versuchs von? Ein Mann ist in einer dreiköpfigen Frauen-WG gefesselt. Zwischen den Frauen entzündet sich ein existenzieller Streit auf dem Minenfeld von Gewalt, Rache und Selbstjustiz. Ab jetzt liegt ein Hammer zwischen Marjorie, Patricia und Terry und die Stimmung ist zum Schneiden. Der Fokus dieses fesselnden Psychokammerspiels liegt auf der Umkehrung des Täter-Opfer-Verhältnisses. Was treibt einen Menschen an, der Gewalt und extreme Angst erlebt hat? Wird die moralische und ethische Grundhaltung über Bord geworfen und mutiert man zum Zwilling des brutalen Schweins im Täter? Sind Worte aus dem Mund des vermeintlichen Opfers grundsätzlich glaubhafter? Wer entscheidet über Strafe, Therapie oder Töten? Das Publikum sitzt mit in der Jury. Alban Renz und sein Profi-Ensemble gehen bis zum Äußersten und die Inszenierung schließt das Jahresthema „Würde“ von Cactus Junges Theater auf ganz eigenwillige Weise ab.

Regie: Alban Renz, Regieassistenz: Mareike Fiege, Bühne: Rikki Markonen, Kostüme: Bettina Zumdick, Technik: Jan Platzcke
Es spielen: Marlena Keil, Judith Suermann, Sarah Christine Giese, Stefan Naszay
Dank an: Tilman Rademacher

Eine Produktion von Cactus Junges Theater in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus, in Kooperation mit dem Jugendtheater-Werkstatt e.V. und dem Jib
Gefördert von: kontinuierliche Förderung durch das Kulturamt der Stadt Münster, durch die Ministerin für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW
Unterstützt von: andante gGmbH, Soroptimist International, Cibaria, Roadstop GmbH, mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Münsterland-Ost
Diese Theaterproduktion ist assoziiert mit dem Theaternachwuchsförderprogramm „Nistplätze“ des Ministeriums für FKJKS des Landes NRW

Cactus+: Spielraum für junge professionelle Künstler
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