WN: 09.11.2017 „Von unten nach oben“

Premierenfeier in „K-town“

Von Katrin Jünemann

Münster-Kinderhaus – Am 20. November steigt ab 18.30Uhr die Premierenfeier im Atrium am Sprickmannplatz. Gezeigt wird ein Film, der in Kinderhaus gedreht und von Kinderhauser und Coerder Jugendlichen gemacht wurde.

„Von unten nach oben“ heißt dieser 35-minütige Film über eine Clique, zu der auch Sarah gehört, bis sie bei einem Unfall stirbt. In Rückblenden erzählen ihre Freunde von ihr. Erarbeitet haben die Story, Texte und Rollen Jugendliche aus sechs Nationen zwischen 14 und 27 Jahren. Produziert wurde der Film von den „K-Town-Productions“, die zu „Cactus Junges Theater“ gehören.

Bei der Uraufführung im Cinema im Oktober war volles Haus, in Kinderhaus ist der Film noch nicht gezeigt worden. Die Cactus-Crew erwartet auch im Atrium großen Andrang und wird den Film, so der Stand der Planungen, am 20. November zweimal vorführen. Der Eintritt ist natürlich frei. Hinterher wird gefeiert.

Cactus arbeite seit längerem in Kinderhaus, berichtete Projektleiterin Barbara Kemmler. Der Film ist Teil des auf drei Jahre angelegten Projektes „Kompetent im Wir“, das im März 2016 startet und die Selbstverantwortung und Selbstbestimmung von Jugendlichen mit und ohne Migrationsgeschichte in den Mittelpunkt stellt. Die Aktion Mensch fördere das Projekt, berichtete Kemmler.

Cactus geht mit einem Team ins Rennen, das zum Beispiel über die Waldschule Kontakte zu jungen Leuten im Stadtteil hat: Rapper Felix van Beuse,  Regisseurin Judith Suermann sowie Fotograf und Kameramann Erich Saar und Barbara Kemmler.

Vor dem Film gab es ein Casting. Dann ging es ans Eingemachte. Musik ist ein wichtiges Element – in diesem Fall der Rap. Felix van Beuse kennt die Rap-Szene in Kinderhaus. Rap sei das Sprachrohr der Straße, sagt er. Rap mache es Jugendlichen einfacher, über sich zu erzählen. Zudem gebe es eine neue Entwicklung: „Der Rap wird emotionaler.“ So könne man auch über Gefühle sprechen und dürfe verletzliche Seiten zeigen. „Ich würde nie den Zugang finden, wenn es nicht den Rap gäbe“, sagt van Beuse.

„Das Leben wird rhythmischer“, ist der Eindruck von Barbara Kemmler. Man müsse neue künstlerische Ausdrucksformen für kurze Sequenzen finden.

Die K-Town-Productionssind montags von 17 bis 20 Uhr (außer in den Schulferien) im Studio im Atrium am Sprickmannplatz zu finden: für Rap, Musikvideos, Tanz, Theater, Fotos, Filme und Projekt-Ideen.

Von-unten-nach-oben-Premierenfeier-in-K-town_image_630_420f_wnErarbeitet haben die Story, Texte und Rollen Jugendliche aus sechs Nationen zwischen 14 und 27 Jahren. Produziert wurde der Film von den „K-Town-Productions“, die zu „Cactus Junges Theater“ gehören.

Foto: Cactus-Theater