Kategorie-Archiv: Theaterprojekte

Vom Schwinden

eine intergenerationelle Mädchen/Frauen-Theaterproduktionvom Schwinden @ Erich Saar (8 von 11) über die Erinnerung und das Vergessen

von Cactus Junges Theater in Kooperation mit dem theaterkollektiv art+weise

Eine nicht näher definierte Zukunft. Eine Gedächtniskrankheit, deren Ursache nicht bekannt ist. Sie nimmt jungen Frauen ihre kompletten Erinnerungen. Ältere Frauen, die sich um sie kümmern, ihnen zur Seite stehen, sie aber auch fordern und verhören. Eine stimmungsvoll-düster collagierte Welt.

Das Regieteam J. Suermann / L. Bullerjahn hat sich gemeinsam mit der Dramaturgin
S. Giese und einem 14köpfigen Ensemble (8 Mädchen und 6 Frauen 60+) auf Spurensuche der Erinnerungen und des Vergessens begeben. Und es wurden Arten des Bewahrens und Vernichtens erkundet. Welche Erlebnisse machen mich aus? Welche Erinnerungen sind es wert, bewahrt zu werden? Und was möchte ich vielleicht vergessen, kann es aber nicht? Wann täuscht/trügt mich mein Gedächtnis und worüber kriecht der Mantel des Vergessens?
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THE END OF THE WORLD AS WE KNOW IT

Exodus, Untergangsstimmung, kulturelles Erschöpfungssyndrom – die Erde wird untergehen. Mal wieder. Aber was hat denn ernsthaft Bedeutung im Angesicht des Worst-Case-Szenarios? Was ist wichtig? Sind wir uns selber am Nächsten im Ernstfall oder geht’s auch um das Überleben unserer Soziotope, der Kunst, der Ethik, der Religionen? Regisseur Alban Renz, sein Co Andy Strietzel und das 10köpfige Ensemble sind theatral eingetaucht in die Zeit vor der Apokalypse und in das, was danach kommen könnte. Fallout, Übersättigung, Walking Dead und Egostreben, brennende Fahnen und Parolengebrüll. Oder doch nicht? Sie sind immer wieder auf die elementaren Fragen des Menschseins und der Endlichkeit gestoßen: was ist es wert, zu überdauern? Wie und mit wem möchte ich meine letzten Stunden teilen? Lohnt es sich auch im Angesicht der größten Bedrohung weiterzumachen und wie weit bin ich bereit zu gehen? Unter anderem inspiriert durch den McCarthy Roman „The Road“, Filme wie „These final hours“ und dramaturgisch bearbeitete Eigentexte ist das Skript für eine bildgewaltige Inszenierung entstanden. Philosophisch, trashig, persönlich.
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“Das liegt im Blut”?!

gifty-kleineine internationale Theater/Tanz- Produktion von Cactus Junges Theater (Deutschland) in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus und in Kooperation mit dem Jugendtheater-Werkstatt e.V., in künstlerischer Kooperation mit dem Tete Adehyemma Dance Theatre (Ghana).
Das Solo-Stück ist das Pilot-Projekt der ghanaisch-deutschen Künstlerplattform für Theater Sisimbom – sinngemäß übersetzt: „Lasst uns zusammen lossegeln“.
In dieser vielschichtigen Performance bringt die Schauspielerin Gifty Wiafe, eine junge Frau aus Ghana, die in Münster lebt, den Perspektivwechsel Ghana/Deutschland, Deutschland/Ghana mit Humor, Herz und Hirn auf die Bühne. weiterlesen

„WENN DU AUFWÄCHST, STIRBT DEIN HERZ“ – sagt Johanna

schuhCactus Junges Theater präsentiert die Cactus + Theaterproduktion
„WENN DU AUFWÄCHST, STIRBT DEIN HERZ“ sagt Johanna
Achterkamp, Clarissa, Betti, Andre und Johanna sind irgendwo in einer Schule an einem eigentlich unterrichtsfreien Samstag zu 8 Stunden Nachsitzen verdonnert. Jede(r) von ihnen hat irgendeinen Mist gebaut. Vohlmann, untervögelter Lehrer, Dire Straits-Fan und Helmut-Verehrer (Schmidt und Kohl, ist ja auch egal) macht die ganz klare Ansage zu diesem Sozio-Experiment: „Ihr werdet einen Aufsatz schreiben. Mindestens tausend Wörter. Thema ist: was es heißt, erwachsen zu werden.“ weiterlesen

Dasein. Wo?

„Bin ich da und wenn, wo bin ich?“ – diese Frage daseinWowar der Ausgangspunkt der neuesten interkulturellen Produktion.
12 junge Spieler haben sich unter der Regie von Barbara Kemmler und in der Dramaturgie von Marian Heuser mit der Suche nach dem Platz im Leben auseinandergesetzt.
Wachsen und Werden, Teilnehmen und Teilen, Aufbrechen und Ankommen. Wer bin ich und wo bin ich? Wie bin ich hierhergekommen und bin ich wirklich da? Selbstfindung und das Leben leben lernen. Wo ist mein Platz? Den zu finden, macht Bewegung unerlässlich. Und sei es mit Haken schlagen, feine Linien zeichnen, tiefe Spuren stampfen, auf der Stelle treten, im Nord/Süd/West/Ost Kreuz den Kompass verlieren, die Richtung ahnen, im Schwebezustand verdampfen, kein Land sehen, sich auf dem Spielplatz tummeln und ins innere Exil abtauchen. Wo ist mein „place to be?“
Lyrisch, melancholisch, humorvoll, authentisch.
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