“reich der wörter” ist in Berlin!

Wie fühlt sich Sprachlosigkeit emotional und körperlich an? Cactus Junges Theater ist dieser Frage mit einem 9-köpfigen transkulturellen Ensemble nachgegangen und hat sich in Dialog, Tanz und Lautkraft damit auseinandergesetzt. Entstanden ist eine märchenhaft-dystopische, grotesk-anrührende Collage in einem postindustriellen Setting – ein fiktiver  Zwergenstaat. Ein namenloses Land, in dem die Wörter nicht erlernt werden, sondern nur gekauft oder vererbt werden können. Daraus entstehen Ungleichheiten, Wörter werden gedealt, der Schwarzmarkt floriert und die Wörterpolizei dreht akribisch ihre Runden. Der eigene Name wird einem immerhin verliehen, als weniger gut Betuchter kann man unnütze Wörter anhäufen, aber seinem Partner nicht sagen, was man fühlt. Die Wörter kommen aus der Fabrik. Alltägliches wie Einkauf, Arztbesuch oder Schule werden zum waghalsigen Abenteuer, wenn nicht verbalisiert werden kann, was verbalisiert werden möchte.

Es spielen: Nils Müller, Emma Ernst, Anna Liebert, Adelina Meyer, Samira Karidio, Larissa Kjortosheva, Emma Renzel, Raphael Diallo, Azim Samasi, Gast: Max Wigger

Regie: Sarah Christine Giese, Judith Suermann, Dramaturgie: Sarah Christine Giese, Ronja Klauschke, Co-Regie: Ronja Klauschke, Interkulturelles Mentoring: Barbara Kemmler, Choreografie: Sebastian Knipp, Bühne: Martina Pott, Kostüme: Gaby Sogl, Grafik/Fotos: Erich Saar, Lichtdesign: Timo von der Horst, Video: Sersch Hinkelmann, Fotos: Erich Saar, Regieassistenz: Anais Lüpke, Damaris Enders, Textwerkstatt: Markus Strathaus

Eine Produktion von: Cactus Junges Theater in Koproduktion mit dem Theater im Pumpenhaus, in Kooperation mit dem Jugendtheater-Werkstatt e.V.