14.03.2020 Robot – eine Cactus + Produktion

Grafik: Erich Saar

Theater/Film
Wird die Welt durch mehr Technologie zum Paradies? Oder zur Hölle? Szenarien gibt es für beides. Wie fängt man jetzt an und wo bleibt der Mensch in einer digitalisierten Welt? Ist die Firewall der Menschenwürde krisensicher oder lässt sie sich hacken? Alban Renz (Regie) und sein Ensemble eröffnen einen ganz eigenen Beziehungsraum zwischen Robot und Menschsein. Sie stellen sich der Suche nach neuen Kulturtechniken, sozialen Praktiken im Dialog mit den selbstlernenden Systemen und beleuchten Fragen nach selbstbestimmtem Leben mit KI und nach digitaler Souveränität. Inspiriert ist diese Produktion u.a. durch verschiedenste Kurzgeschichten und den bekanntesten Science-Fiction-Autoren der Welt, Isaac Asimov, der in diesem Jahr 100 Jahre alt würde. Der Erfinder des Robotik-Begriffes hat grundlegende Regeln aufgestellt, die bis ins Heute gelten. Das sogenannte nullte Robotergesetz lautet „Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass der Menschheit Schaden zugefügt wird“. Also sind die elektrischen Ameisen hyperfleißig ohne Burnout, werden ja gewartet. Hunde können Algorithmen tanzen und Fußball bleibt, hatte ja bisher auch nix mit Ethik und Moral zu tun. Die junge Videokünstlerin Laureen Laser kreiert Bilder und Projektionen, die Zeit und Raum auflösen und Erlebniswelten aus Gehirnen ziehen. Maschine und Mensch bilden eine „Paarung“ und die Entscheidung, ob wir willens und in der Lage sind, die Welt mit den neuen Tools zu denken, liegt bei uns. Beziehungsstress gibt’s immer mal.