WN: 12.03.20 Junges Theater Cactus zeigt “Robot”

Das Junge Theater Cactus überprüft in seiner neusten Produktion “Robot” den Beziehumngsstatus zwischen der Künstlichen Intelligenz (KI) und der natürlichen Intelligenz.

Das siebenköpfige Ensemble hat sich in der Regie von Alban Renz Themenfelder erarbeitet und eine Firma erfunden: “Egowall”. Diese Company erschafft eine künstliche Intelligenz. Das gesamte Stück sei im Grunde ein Update des Betriebssystems, erläutert Renz: Dabei wolle man diese Technologie nicht verteufeln, man müsse mit der Technik zusammenwachsen, aber: “Das Entscheidende ist, wer kontrolliert die KI.” Zum Spiel der Darsteller kommen Bilder und Projektionen der Video-Künstlerin Laureen Laser; dabei wird die Entwicklung der KI erzählt, werden auf einem Bühnenhintergrund-Desktop Dinge vorgegaukelt, und gelegentlich findet die Handlung auf den Leinwänden statt.
Inspiriert ist diese Produktion durch Kurzgeschichten bekannter Science-Fiction-Autoren wie Philip K. Dick (“Blade Runner”), Ray Bradbury (“Fahrenheit 451”) und Isaac Asimov, der in diesem Jahr 100 Jahre alt würde.

Der Erfinder des Begriffes “Roboter” (vom slawischen robota für Fronarbeit) hat grundlegende Regeln aufgestellt, die bis heute gelten wie das “Nullte Robotergesetz”: “Ein Roboter darf der Menschheit keinen Schaden zufügen oder durch Untätigkeit zulassen, dass der Menschheit Schaden zugefügt wird.”

“Robot” beschäftigt sich mit Fragen wie: Wird die Welt durch mehr Technologie zum Paradies? Oder zur Hölle? Szenarien gibt es für beides. Wie fängt man jetzt an und wo bleibt der Mensch in einer digitalen Welt? Ist die Firewall der Menschenwürde krisensicher oder läßt sie sich hacken?

Es spielen Henri Kreyerhoff, Klea Mago, Oskar Doussier, Payam Yazdani, Ellen Bolz, Nina Jaunich und Lina Sternemann.